Ernährungsabhängige Krankheiten sind heute keine Seltenheit mehr. Die Überernährung in unserer Gesellschaft hinterlässt ihre Spuren, ca. 60 % der deutschen Bevölkerung leiden an Übergewicht, 20 % davon an Adipositas (Fettleibigkeit). Das sind bundesweit rund 40 Millionen Menschen. Eine erschreckend hohe Zahl, die leider weiterhin ansteigt.
Die Adipositas ist v.a. ein erheblicher Risikofaktor für die Gesundheit, denn im Laufe des Lebens können sich daraus eine Reihe von chronischen Krankheiten, wie z.B. Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochruck, Gicht, etc. entwickeln.
40 % aller Erwachsenen in Deutschland leiden unter Hypertonie (Bluthochdruck). Das Heimtückische daran ist, dass man Bluthochdruck meistens nicht spürt, so dass bei den betroffenen Personen kein Leidensdruck vorhanden ist. Dennoch ist die Hypertonie ein gefährlicher Risikofaktor, der wiederum zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden, etc. führen kann.
Weitere ernährungsabhängige Krankheiten sind z.B. Untergewicht, Ess-Störungen (Magersucht, Bulimie), erhöhte Blutfette, Stoffwechselstörungen, Osteoporose, Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis, Zöliakie, Milchzuckerunverträglichkeit, etc.
Die genetische Veranlagung spielt bei einigen ernährungsabhängigen Krankheiten eine Rolle. Das Alter und das Geschlecht haben ebenfalls Einfluss. Bestehende Erkrankungen können wiederum weitere Erkrankungen mit sich bringen (z.B. Übergewicht > Adipositas > Bluthochdruck > Herzinfarkt).
Die Prävention, das Vorbeugen, vor diesen Krankheiten ist wichtig und stellt hohe Priorität bei der Ernährung dar. Eventuell übernommene falsche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sollten in jedem Fall verändert werden.